Freitag, 5. Oktober 2012

KARABUKI

Karabuki
Das RTR spricht mit den Zuschauern

4. Oktober.  Das Projekt "Chur durchwühlen" in Koproduktion mit dem Theater Chur hat mit der Performance von "Porte Rouge" (Joa Iselin und Christoph Ranzenhofer) seinen Anfang genommen.

Intervention Nr.2 findet am 18.Okt ab 09.00 Uhr auf dem Arcas in CH-7000 Chur statt.
 
Chur durchwühlen mit Urs BLUM

Das mittelalterliche Chur, als Bischofssitz eine der ältesten Städte der Schweiz, ist Bühne für den Eingriff.

Die städtischen Strassen sind seit dem Mittelalter Orte der Kommunikation. Das Leben findet auf der Strasse statt. Hier werden Arbeiten erledigt, Neuigkeiten und Waren ausgetauscht. Es wird gestritten, Freundschaften werden geschlossen, Produkte feilgeboten, man tratscht. Die Strasse ist multifunktional, und alles Öffentliche findet, für alle sichtbar, auf der Strasse oder auf Plätzen statt. Formal sind die Strassen Korridore, beidseitig von Häusern begrenzt, als lang gezogene Räume wirkend.

Ebenso charakteristisch sind in den Strassenkorridoren vorhandene Nischen und Ecken, die sich aus der Strassenflucht ausstülpen oder die Strassenflucht zurücksetzen. Hier entwickelt sich ein Paralleluniversum, das der Öffentlichkeit entzogen ist.

In solche Nischen drängt man sich - auch heute noch - wenn man sich mit Entgegenkommenden nicht unterhalten, sich für kurze Zeit unsichtbar machen will. In der tausendjährigen Geschichte Churs haben diese Nischen und Ecken immer für Verstecke gesorgt. In den Ecken wurde geliebt, gemordet, gelauert, geklaut, geprügelt, vielleicht auch geschlafen oder vor dem Regen Schutz gesucht. Hunde, mitunter auch Menschen, pinkeln schnell mal in die Ecke, Abfälle bleiben unbemerkt liegen.

Immer dienten die Nischen dazu, schnell etwas der Öffentlichkeit der Strasse zu entziehen, eine Schattenwelt zu erzeugen. Jahrhundertelang haben diese Nischen ein Schattendasein geführt, manche Handlungen und Personen getarnt und - mitten in der Stadt - der Beobachtung durch Andere entzogen.

Der Eingriff soll dazu führen, diese Unräume ins Bewusstsein zu bringen in dem sie partiell vergoldet werden und so, mal gegensätzlich besonders wertvoll, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Vielleicht erinnern sie auch an die Dinge, die in der Geschichte der Stadt in einer versteckten Parallelwelt stattgefunden haben.

Chur
Urs beim vergolden




Sonntag, 30. September 2012

Preisverleihung


Am 21. September 2012 hat die Hasena den Prättigauer-Kulturpreis erhalten! siehe auch www.diehasena.ch

Mittwoch, 5. September 2012

Aufenhalt in Wien

vom 22.August - 3. September hat sich die Hasena in Wien aufgehalten zwecks Studien zum Projekt Strategien im ländlichen Raum.

Dienstag, 14. August 2012

Schale, eine Kassette mit 32 farbigen Zeichnungen

Freitag 14. Sept - 22. Sept.
Edition Z zeigt: Peter Trachsel  - SCHALE-
eine Kassette mit 32 farbigen Zeichnungen und einem Text von Birgit Kempker.
Vernissage Freitag 14. Sept. 17- 19 Uhr im Kunsthandsl Vonlanthen, St.Martinsplatz 8 CH- 7000 Chur
Öffnungszeiten jeweils 13.30 - 18.00 Uhr

Freitag, 27. Juli 2012

eine reise



vom 23. - 26. Juli war die Hasena auf der Dokumenta (13) in Kassel. Leicht verwirrt mit einem Kopf voller Fragen ist sie wieder in Dalvazza angekommen. Jetzt wird das "Buch der Bücher", der Katalog, nach ersten Antworten durchsucht, genauso wie die 100 Notizen oder mindestens Teile davon.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Kulturinitiativen im öffentlichen Raum

27. - 30. September
In Zusammenarbeit mit der Kulturvernetzung NÖ, Büro Weinviertel veranstaltet FLUSS ein Symposion, das den Sinn hat, die seit 2004 präsentierten Kulturinitiativen im ländlichen Raum, gemeinsam mit einigen zusätzlichen ReferentInnen zu vernetzen. Ziel ist ein Erfahrungsaustausch auf allen Ebenen, der zu einer dauerhaften Plattform führen soll, auf der sich die ProtagonistInnen dieser Initiativen begegnen und gegenseitig informieren können. Gemeinsame Problematiken sollen genauso herausgearbeitet werden und Thema sein, wie die unterschiedlichen Bedürfnislagen jedes/r einzelnen.

Die öffentliche Schlusspräsentation des Symposiums (im Museumsquartier Wien und in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift EIKON) dient dazu, ein Bewusstsein für avancierte und international vorzeigbare Kulturarbeit im ländlichen Raum zu schaffen, und sie zu dem Selbstbewusstsein zu führen, die sie verdient.

Moderiert, geleitet und begleitet wird dieses Symposium von Peter Trachsel.


Das Symposium findet von 27.9. - 29.9.2012 in Wolkersdorf im Weinviertel / Österreich statt, die Abschlusspräsentation am 30.9.2012 um 10:30 im Museumsquartier Wien, quartier 21, Raum D.

Dorferhebung

Sonntag 21. Juli 19.00 Uhr

das Museum in Bewegung ist Gast im hiddenmuseum in A-Fraxern.
sie sind herzlich eingeladen am 21.Juli 2012 den Gasttag im hiddenmuseum mit zu feiern!

Johannes E. Trojer
Dorferhebung
Eine Ausstellung zu innovativen Kulturprojekten im ländlichen Raum


Heutige Vorstellungen des Regionalen verdanken sich der Entgrenzung, sei es durch den Verkehr, die globale Marktwirtschaft oder neue Kommunikationstechnologien. Regionen erfinden sich neu im Zuge der Etablierung „totaler Landschaften“, die sich dadurch charakterisieren lassen, dass es zunehmend gleichgültiger wird, wo man sich gerade befindet: überall dasselbe Essen, dieselbe Architektur, dieselben Einkaufszentren, dieselben Programme. Im Kulturbereich müsste man diskutieren, in welche Richtung es sich zu arbeiten lohnt. Manche Engagements müssten zur Disposition gestellt werden. Dies gilt etwa für Heimat- und Ortsmuseen, die zumeist vom Geist vergangener Jahrzehnte geprägt sind. Manche dieser Museen versuchen der drohenden Sinnentleerung mit regionaler Kunst zu begegnen. Das überzeugt nur sehr selten. Welchen Sinn macht es, ein ländliches Publikum in einem ehemaligen bäuerlichen Objekt mit zumeist zweitklassiger Kunst zu bedienen, hat man heute doch dank Mobilität keine Mühe mehr, im Umkreis von einer Stunde sehr gute Kunst zu sehen? Es macht keinen Sinn, größere Museen oder gar Kunsthallen zu kopieren, mangelt es doch an Geld, an Infrastruktur, an geeigneten Räumen und so fort. Das Potenzial von Kunstprojekten im ländlichen Raum, und dieses ist zweifellos vorhanden, ist an anderer Stelle zu suchen. Wenn jemand zu nennen ist, der sich bereits früh mit diesbezüglichen Fragen beschäftigt hat, dann Johannes E. Trojer, der im abgelegenen Osttiroler Villgratental über lange Jahre so etwas wie ein kulturelles Regionalprojekt betrieben hat, freilich ohne seine Arbeit als solches zu bezeichnen. Deshalb widmet das HIDDEN MUSEUM ihm die diesjährige Sommerausstellung.
Die Ausstellung ist in der Zeit vom 7. Juli – 5. August ganztägig zugänglich
47°19’11“ nördlicher Breite 9°41’2“ östlicher Breite
0664/5514528
0664/1574856
GÄSTE:
Sa 7. Juli, 19. Uhr: Johanna und Ossi Kollreider singen, sprechen spielen Johannes E. Trojer
Sa 21. Juli, 19 Uhr: Peter Trachsel: Museum in Bewegung
Sa 4. August, 19 Uhr: „Eine Sennhütte als Schule und was daraus folgte“.
Augustin Jagg liest Franz Michael Felder