Donnerstag, 30. Mai 2013

Chur durchwühlen 18. und letzter Akt


Donnerstag 30. Mai

Carla Bobadilla (RCH, A), 16.00 Uhr Bahnhofplatz Chur, Aufgang Rolltreppe.


"Carla Bobadilla arbeitet mit dem Konzept einer Forscherin, indem sie die eigene Neugier, an einen unbekannten Ort zu kommen, mischt mit den Inhalten eines Werkzeugkoffers, der voll ist mit Instrumenten, mit denen man messen, vergleichen und analysieren kann. Weder die Stadt noch die Künstlerin hat sich ohne Geschichte entwickelt, beide leben unter bestimmten "Konditionen", die ihre Art beeinflussen, zu sein, zu produzieren und sich neu zu erfinden. Das geografische Curriculum von Carla Bobadilla ist bestimmt von Kindheit und Jugend in der Hafenstadt Valparaiso Chile, und ihr Erwachsensein ist bestimmt von ihrem Leben in der europäischen Kulturmetropole Wien. Beide Orte haben, zusammen mit andern Orten mit kürzeren Aufenthalten, ihre Art bestimmt, mit der sie beobachtet und Kunst macht."



Die Idee für meine Intervention entsteht daher aus der Betrachtung von architektonischen Wahrzeichen, die die natürliche Linie des Horizonts unterbrechen - in Chur wie in Valparaiso. Diese Wahrnehmung ist Ausgangspunkt für eine Untersuchung vor Ort über die optischen Effekte in beiden Städten.                                  



Die Form der Präsentation des Projekts entscheidet sich vor Ort und könnte sowohl eine Intervention in den Hochhäusern sein als auch eine Präsentation an einem weit entfernten Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt.







Freitag, 17. Mai 2013

Chur durchwühlen 17. Akt


Donnerstag 16. Mai
Chur durchwühlen 17. Akt mit Ildiko Sera
09.30 Uhr Poststrasse CH-7000 Chur


In einer Situation, die einen stark an Straßenzeichner erinnert (mit zwei gegenüber stehenden Stühlen in den Strassen und Plätzen von Chur + einem forschen Blick) führe ich ein Gespräch mit dem Passanten / der Passantin, währenddessen ich das Porträt der Person stricke. Da die Zeit sehr knapp ist, werden Teile vorgefertigt, bzw. kleine Gebrauchsgegenstände, die ebenfalls Teile des Portraits werden können, im Vorfeld bereitgestellt. Das Kennen lernen der Person ist von elementarer Bedeutung, da das Ziel des Portraitstrickens nicht das  physiognomische Abbild ist, es wird eher die Persönlichkeit der porträtierten Person in einer abstrakten Komposition eingefangen. Deswegen werden die Fragen, die von mir gestellt werden, genauso vorbereitet und Teil der Kunstaktion, wie das Stricken und das Produkt des Strickens selbst. Dabei werden die Erwartungen, die von den Porträtierten mir und dem Kunstprodukt gegenüber gestellt werden, ebenfalls thematisiert. Sie werden entweder angenommen, bzw. auf die Spitze getrieben oder in das Gegenteil gekehrt.  






             



Mittwoch, 15. Mai 2013

Buchverkauf im Passagenhaus

Samstag/Sonntag, 18./19. Mai 2013

Grosser Bucherverkauf im Laden des Passagenhauses (ein Museum in Bewegung), Dalvazza 10, 7240 Küblis (gegenüber Garage Gort). Jedes Buch kostet zwischen 5.00 und 10.00 SFr. Genauso werden die CD's und DVD's feilgeboten.

Kommen Sie vorbei und feiern Sie mit uns die Tage bei einem Glas Tee oder Wein. Voranmeldung ist erwünscht!
+41 76 531 97 16
Klicken Sie oben auf: www.diehasena.ch (derLaden anklicken) und sie erfahren mehr über das Angebot!

Samstag, 4. Mai 2013

Chur durchwühlen 16. Akt

Donnerstag 2. Mai

Chur durchwühlen 16. Akt mit Muda Mathis und Sus Zwick

Beginn: 16 Uhr
Ort: Bündner Kunstmuseum
TUCH ÜBER STADT
Eine performative Stadtführung durch die persönlich erinnerte Performancegeschichte anhand des PERFORMANCE-ART KONTEXT Diagramms.
Es gibt zwei Performance Giganten im abendländischen Alpenraum, der eine ist Peter Trachsel und der andere Boris Nieslony. Der eine fordert auf, auf radikal-lokal, unaufdringlich-subversive Art, Chur zu durchwühlen, der andere ist ein extremer Sammler an Wissen über Performance. Nieslony legte grosse Archive an, die er zu pflegen weiss. Schon lange wollten wir uns mal mit seinem Diagramm PERFORMANCE-ART KONTEXT befassen, eine umfassende geordnete Begriffssammlung über Performance. Nun legen wir zwei Strukturen übereinander, der (Alt-)Stadtplan Churs und das Performance Diagramm, schiessen sechsmal mit dem Luftgewehr darauf und da wo sich Begriff und Örtlichkeit durch das Nichts (Loch durch den Durchschuss) treffen, da geht es mit der Führung hin.
















Sonntag, 21. April 2013

hostis - hospes

Die Ausstellung von Peter Trachsel, hostis - hospes, in der galerie/editionZ, Martinsplatz 8 CH-70000 Chur, wurde am Freitag 19. April feierlich eröffnet.
Dauer der Ausstellung: bis 4. Mai 2013 
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14.00 - 17.00 Uhr
                       Samstag 13.00 - 16.00 Uhr




Freitag, 19. April 2013

Chur durchwühlen 15. Akt

18. April
Chur durchwühlen 15. Akt mit Iris Andraschek

Es gibt Fragen. Grosse Zeichnung.
Welche Ausrichtungen, welche Schwerpunkte sind für Aussenstehende in kurzer Zeit lesbar? Definiert sich die Stadt auch über Kunst? Während eines Zeitraumes von 5 Tagen wird Chur von mir daraufhin zeichnerisch fotografisch beobachtet, untersucht und dokumentiert. Es wird Begegnungen und Gespräche und eine grossformatige Zeichnung geben.
maulwurfsgang, m.: allerlei maulwurfsgänge einer vergeblich, aber mit guter zuversicht auf schätze grabenden vernunft. kant 2, 293.
Die Zeichnung wurde um 14. oo Uhr im Hotel Marsöl Zimmer D präsentiert. Anchliessend fand Motivauflösung in der Stadt statt.

Freitag, 5. April 2013

Chur durchwühlen 14. Akt

mit Bernhard Katahan
Donnerstag 4. April 18.00 Uhr Obergasse 5 CH 7000 Chur

Abkühlung an der Peripherie
Chur 1575. Zuschauer steinigen einen Scharfrichter, dem eine Hinrichtung misslingt. Der Scharfrichter soll so betrunken gewesen sein, dass er sein Schwert nicht zu führen vermochte. Im Rätischen Museum ist die Kopie einer kolorierten Federzeichnung zu sehen, die diesen Vorfall dokumentiert. Dieser Abbildung wird in einem Schaufenster in der Obergasse 5 ein kurzer Film entgegengesetzt, der 24 Stunden lang laufen wird. Zu sehen ist die Schlachtung eines Stieres. Beide Beispiele dokumentieren nicht allein den Wandel der Empfindsamkeit, sondern auch jenen des öffentlichen Raums. Der frühere Richtplatz, der sich auf dem heutigen Rosenhügel befand, mutierte schon bald nach seiner Auflassung
zu einer Parkanlage. Ganz den Vorstellungen des neunzehnten Jahrhunderts entsprechend, sollte hier jene Hitze abgegeben werden, die das städtische Zusammenleben mit sich bringt. Sie sind zu einem Stadtspaziergang eingeladen, zu einem Gespräch über den öffentlichen Raum, darüber wo die Hitze städtischen Zusammenlebens heute verdampft.